Zwischen Humor und Tragödie – Konrad Merz
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Sabine Bierwirth, Ekhard Haack und Walter Schmidinger
Sabine Bierwirth: Hinausgefallen aus Deutschland. Konrad Merz und sein Liebelingsdichter Heinrich Heine
Ekhard Haack: »Die schwankende Zeit«. Ein unveröffentlichter Roman von Konrad Merz
Konrad Merz (1908-1999) überlebte die Nazizeit, von der Gestapo gesucht, in einem Versteck in Holland. Er gehörte zu einer jungen Schriftstellergeneration im Exil, die scheinbar nichts zu verlieren hatte, weil sie noch keinen Namen in Deutschland besaß und doch fast alles verlor, denn Nazideutschland nahm ihr die Zukunft – weit über das Jahr 1945 hinaus. Erst spät wurden seine Romane und Erzählungen von der literarischen Öffentlichkeit in Deutschland entdeckt oder wiederentdeckt. Sein Nachlaß enthält u.a. einen ungewöhnlichen KZ-Roman, der 1946 geschrieben wurde: die Geschichte eines KZ-Sklaven und seines Lagerkommandanten in scheinbar aussichtsloser Konfrontation. Ekhard Haack stellt dieses Manuskript vor; Walter Schmidinger liest aus dem Werk von Konrad Merz.
Zusammen mit der Berlin-Brandenburgischen Sektion der Heinrich Heine-Gesellschaft