Zeitkapsel 1: Hans-Georg Gadamers »Leipziger Karton«

Diese Veranstaltung liegt im Archiv

Mit Hans-Georg Gadamer und Ulrich von Bülow

Mit Hans-Georg Gadamer und Ulrich von Bülow

»Time Capsules« nannte Andy Warhol Pappschachteln, in denen er Dinge für die Nachwelt sammelte und aufbewahrte. Im Deutschen Literaturarchiv Marbach lassen sich in einigen Nachlässen immer wieder ähnliche »Zeitkapseln« aufstöbern, die Sensationelles mit Banalem vereinen und manchmal überraschende Einblicke in die Konstellationen bestimmter Zeitmomente gewähren. Im November 1947 verließ der Philosoph Hans-Georg Gadamer (1900–2002) die Leipziger Universität, deren Rektor er seit 1946 war, und verstaute wichtige Dokumente in einem Karton, den er nie wieder ausgepackte. Ulrich von Bülow, stellvertretender Leiter der Marbacher Handschriftenabteilung, hat nach fast 50 Jahren den »Leipziger Karton«, der in einem Heizungskeller in Ziegelhausen bei Heidelberg gefunden wurde, geöffnet und präsentiert die Fundstücke aus dem einen von fast 300 Archivkästen des Nachlasses.
Dokumente aus dem »Leipziger Karton« von Hans-Georg Gadamer sind bis zum 26. Juni in einer kleinen Ausstellung zu sehen.

Gemeinsam mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach