Wunden und Wunder

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Es lesen: Sarah Blau (Israel) und Thomas Glavinic (Österreich); Moderation: Sigrid Brinkmann (Deutschlandradio Kultur)

Lesung und Diskussion

Es lesen: Sarah Blau (Israel) und Thomas Glavinic (Österreich); Moderation: Sigrid Brinkmann (Deutschlandradio Kultur)

Glaubenssachen. Seit jeher begleitet die Literatur die Religion. Prophetenworte, religiöse Mythen und Geschichten prägen noch heute unser kollektives Bewusstsein. Dennoch hat das geschriebene Wort längst einen eigenen Weg eingeschlagen: In der modernen Literatur tritt der Glaube meist nur noch in Nebenrollen auf, als verborgene Referenz, vor allem wenn über Hoffnung, Leid und Sehnsucht geschrieben wird. Wo ist die Religion in der heutigen Literatur verankert? Und wo in der Gesellschaft?

Wunden und Wunder

Religion ist auch Sehnsucht nach dem Außerweltlichen, nach einer mystischen Dimension. Dem modernen Menschen wohnt diese Sehnsucht nach wie vor inne. Doch genügen die traditionellen Religionen heute noch, um auf dieses Verlangen zu antworten? Welche Rolle kommt der Kunst, der Literatur zu? Mit Humor und Ironie nähert sich Thomas Glavinic dem Glauben auf einer Pilgerfahrt auf den Balkan, die von der Verzweiflung eigentlich zur Erleuchtung führen soll. Um Sehnsucht und Erlösung geht es auch bei Sarah Blau, die in ihren Werken Judentum, Holocaust, Tod, Jugend und Erotik miteinander verwebt. Das Ergebnis ist sowohl beunruhigend als auch komisch.

Die Lesung findet in deutscher und hebräischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.
In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung und dem Goethe Institut