Wilhelm Genazino: Tarzan am Main. Spaziergänge in der Mitte Deutschlands

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Mit Wilhelm Genazino

Mit Wilhelm Genazino

Wilhelm Genazino, 1943 in Mannheim geboren, Autor zahlreicher Romane und Essays, 2004 für sein Gesamtwerk mit dem Georg Büchner-Preis ausgezeichnet, ist bekennender Frankfurter: »Ich vergesse nicht, wie es war, als ich Anfang der siebziger Jahre nach Frankfurt kam – natürlich aus beruflichen Gründen wie fast alle, die sich in Frankfurt ansiedeln. Und auf Menschen traf, die, genau wie ich selbst, allesamt Provinzler waren, die ihre Heimat verlassen hatten, um Anschluß ‚nach oben’ zu finden. Erst später habe ich verstanden, daß sich in diesem merkwürdigen Zusammentreffen vieler, ein wenig scheuer Neubürger etwas sehr Frankfurt-Typisches ausdrückte: Die Stadt war und ist bis zur Grenze ihrer Belastbarkeit offen für Fremde und Flüchtlinge aller Art …« Wilhelm Genazino erzählt in seinem neuen Buch »Tarzan am Main. Spaziergänge in der Mitte Deutschlands« von den gewöhnlichen Dingen seiner Stadt, die exotischer sind als die Ferne. »Nur was uns anschaut, sehen wir.« Hatte der große Berliner Spaziergänger Franz Hessel gesagt. Wilhelm Genazino aber schaut Frankfurt an, und wir sehen es, anders zwar, aber doch auch so, daß wir uns von seinem Blick gerne leiten lassen. Wilhelm Genazino liest aus seinem neuen Buch.