Wasser – Stadt. 300 Jahre St. Petersburg I
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Mit Karl Schlögel, Riccardo Nicolosi, Matthias Schwartz, Igor Polianski, Rudi Thiessen, Hanns Zischler, Aleksandr Sekackij, Ruben Mullis, Dmitrij Woltschek und Dmitrij Golynko-Wolfson
Symposium, organisiert vom Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, dem Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin, der Staatlichen Universität St. Petersburg und dem Literaturhaus Berlin.
Konzeption: Rosalinde Sartorti, Georg Witte. Gefördert durch die Fritz Thyssen-Stiftung.
Das interdisziplinär angelegte Symposium »Wasser – Stadt. 300 Jahre St. Petersburg« nimmt das 300jährige Gründungsjubiläum der Stadt zum Anlaß, um über den Topos Wasser einen neuen kulturwissenschaftlichen und mentalitätsgeschichtlichen Zugang zu Geschichte, Kunst und Literatur dieser europäischen Kulturmetropole zu finden und darüber hinaus Raum für die Diskussion poetischer und künstlerischer Manifestationen des zeitgenössischen Petersburg zu geben.
Ein kreatives Potential der Tagung liegt in der Annäherung an das Thema aus der Sicht unterschiedlicher Disziplinen und der Begegnung von etablierten, international anerkannten Wissenschaftlern mit jungen Vertretern dieser Profession.
Das Symposium reiht sich ein in das offizielle Programm der Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen 2003. Außerdem ist die Tagung Ausgangspunkt für eine längerfristige interuniversitäre Zusammenarbeit zwischen russischen und deutschen Wissenschaftlern verschiedener geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen mit dem Ziel, den »Petersburger Text« neu zu schreiben und damit die russische Kulturmetropole über das Motiv Wasser-Stadt auch auf wissenschaftlicher und wissenschaftstheoretischer Ebene in einen gesamteuropäischen Kontext zu setzen.
10.00-13.30 Uhr
1. Chronotopie einer Wasserstadt
Karl Schlögel (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder): Petersburg – Petrograd – Leningrad. Die Stadt am Weißmeer Ostseekanal; Riccardo Nicolosi (Universität Konstanz): Fiat Urbs. Petersburger Entstehungs- und Untergangsmythen; Matthias Schwartz und Igor Polianski (Humboldt Universität zu Berlin): Die Erfindung einer Stadt im Wasser. Naturwissenschaftliche Dispositive in der Petersburger Prosa der 1820er und 1830er Jahre; und Rudi Thiessen (Berlin): Stadt am Meer. Die Aufklärung im Lichte des Wassers.
15.00-18.00 Uhr
2. Fluten
Hanns Zischler (Berlin): Gedanken zur Hydrogeographie einer Stadt; Aleksandr Sekackij (St. Petersburg): Strukturierung der Elemente: Petersburger Erfahrungen; Ruben Mullis (Universität Zürich): Wasser des Herzens – Tränen in der russischen Kultur.
20.00 Uhr
Poesie aus St. Petersburg
Dmitrij Woltschek und Dmitrij Golynko-Wolfson lesen aus ihren von Gabriele Leupold übersetzten Texten.
Dmitrij Woltschek, 1964 geboren, ist Dichter, Prosaautor und Übersetzer. Seit 1988 ist er Mitarbeiter bei Radio Svoboda. Er war aktiv in der Menschenrechtsbewegung und hat 1985 das »Mitin zhurnal« gegründet. Dmitrij Woltschek hat zwei Romane und mehrere Gedichtbände veröffentlicht.
Dmitrij Golynko-Wolfson, 1969 geboren, studierte Sprach- und Literaturwissenschaften, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Russischen Instituts für Kunstgeschichte und Redakteur einer Kunstzeitschrift. Er hat mehrere Gedichtbände sowie Essays und Kritiken zur zeitgenössischen Kunst und Literatur veröffentlicht.
Konzeption: Gabriele Leupold, Rosalinde Sartorti, Georg Witte
Gefördert von der Stiftung Preußische Seehandlung.