Was haben Roma-Autoren zu erzählen?
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Mit Gusztáv Nagy, Eva Danišová und Maroš Balog
Roma-Autoren aus Ungarn, der Slowakei und Tschechien stellen bei einer Lesereise durch drei deutsche Städte ihre Lebenswelten und ihre eigens für dieses Projekt ins Deutsche übertragenen Texte vor. Zusammen mit Gusztáv Nagy (Ungarn), Eva Danišová (Tschechien) und Maroš Balog (Slowakei) reisen wir so durch Europa, und wir reisen durch die Zeit. Wir reisen durch die Geschichte Europas mit all den schönen und tragischen Ereignissen der Weltgeschichte und denen des alltäglichen Lebens.
Der Übersetzer, Dichter und Pädagoge Gusztáv Nagy (geb.1953, Pusztaföldvár, Ungarn) erzählt vom verschwundenen Vater, von einer polizeilichen Ermittlung und einer geheimnisumwobenen Wahrsagerin. Die Erzählungen der Journalistin, Sozialarbeiterin und Übersetzerin Eva Danišová (geb.1959, Ústí nad Orlicí, Tschechien) sind getragen von der Liebe und dem Respekt für ihre Großmutter, eine kernige Frau, die das Herz am richtigen Fleck hat. Maroš Balog (geb. 1976, Košice, Slowakei), Referent der slowakischen Regierung für die Roma-Minderheit, liest aus Erzählungen über sein großes Vorbild, einen hart arbeitenden Rom, der alles für die Familie tut – seinen Vater.
Der Blickwinkel dieser Autoren ist anders, frisch und bereichernd. Sie erzählen vom Rande der Gesellschaft aus der Mitte einer Gruppe von Menschen, von denen man lange Zeit nichts hören wollte. Und dennoch bleibt die Sichtweise der Texte vertraut: die in ihnen beschriebenen Anlässe für Freude, Sorgen und Trauer kennt jede und jeder von uns.
Das Projekt ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Roma Trial e. V. und dem Tschechischen Zentrum Berlin, mit freundlicher Unterstützung durch den International Visegrad Fund und das Collegium Hungaricum Berlin.