Walter Serner-Preis 2010 an Ulrike Ulrich

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Mit Ulrike Ulrich und David Wagner

Mit Ulrike Ulrich und David Wagner

Der Walter Serner-Preis 2010, vergeben von Kulturradio des RBB und Literaturhaus Berlin, geht dieses Jahr an Ulrike Ulrich für ihre Geschichte »Im Hintergrund«. Die Preisverleihung findet am 2. Dezember, 20.00 Uhr, im Literaturhaus Berlin statt. Die Laudatio hält der Schriftsteller David Wagner.

Die prämierte Geschichte »Im Hintergrund« wurde von der Jury aus 373 Einsendungen ausgewählt. Auf sieben Seiten erzählt Ulrike Ulrich die Geschichte vom Akkordeonisten Antonin und dessen Freundin Isabelle, die in den Waggons der Pariser Metro aufspielen. Es ist eine Geschichte der leisen Töne und Andeutungen, die durch die poetische Sprache und die atmosphärische Dichte der Schilderungen überzeugt.

Ulrike Ulrich wurde 1968 in Düsseldorf geboren und lebt seit 2002 in Zürich. Sie studierte in Münster/Westfalen Germanistik, Kunstgeschichte und Publizistik. 1999 ging sie nach Wien und arbeitete bei der »schule für dichtung«. Seit 2007 leitet sie die Schreibwerkstatt für Jugendliche im Müllerhaus Lenzburg. Sie ist Mitglied in der Autorinnen-Formation »Tittanic«. 2008 gab sie gemeinsam mit Svenja Herrmann die Anthologie »60 Jahre Menschenrechte – 30 literarische Texte« (salis Verlag) heraus. Ihr erster Roman »fern bleiben« ist im Frühjahr 2010 im Luftschacht Verlag, Wien erschienen.

www.ulrikeulrich.ch
www.wortundwirkung.ch

Den Walter Serner-Preis für Kurzgeschichten gibt es seit Mitte der 70er Jahre: Autorinnen und Autoren werden eingeladen, eine unveröffentlichte Kurzgeschichte einzusenden, die vom »Leben in den großen Städten« erzählt und nicht länger als sieben Seiten lang ist. Der Preis ist aktuell mit 5.000,- Euro dotiert und wird im Literaturhaus Berlin verliehen. Die Preisträger in den letzten Jahren waren: Raul Zelik (1998) mit seinem Text »Vorstadt Beats«; David Wagner (1999), dessen erster Roman »Meine nachtblaue Hose« im Frühjahr 2000 erschienen ist; Daniel Klaus (2000) mit seiner Geschichte »Max«; Christina Griebel (2001) mit ihrer Geschichte »Und sie geigen Schostakowitsch«; Gernot Wolfram (2002) mit seinem Text »Am Radio«. Im Jahr 2003 wurde Philip Meinhold für seine Erzählung »Schlaf, Vater, schlaf!« prämiert, 2004 erhielt Mischa Kopmann den Preis für seine Geschichte »Monsieur Lumière«. Die Erzählung »Frau Forst kümmert sich« von Silke Andrea Schuemmer erhielt 2005 den Preis, 2006 folgte Ulrike Schuff mit »Patscheck« und 2007 Susanne Neuffer mit »Sie hören im Anschluss die Nationalhymne«. Der Serner-Preis 2008 wurde Silke Schütze für ihren Text »Vier Grad« verliehen und 2009 Monika Radl für die Erzählung »Kaprun«.

Zur Jury 2010 gehörten der Autor David Wagner, Claus-Ulrich Bielefeld und Salli Sallmann vom Kulturradio des RBB sowie Ernest Wichner und Lutz Dittrich vom Literaturhaus Berlin.