Verleihung des Walter Serner-Preises 2014
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Aus über 500 anonymisiert eingesandten kurzen Erzählungen zum Leben in den großen Städten hat eine Jury bestehend aus Mitarbeitern von kulturradio vom rbb und Literaturhaus Berlin den diesjährigen Preisträger des Walter Serner-Preises 2014, Ralf C. Grewe ermittelt. Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller, gleichfalls Jurorin, hält die Laudatio.
Anschließend wird der Preisträger den ausgezeichneten Text lesen.
Walter Eduard Seligmann, 1889 in Karlsbad (Böhmen) geboren, wurde unter seinem Autorennamen Walter Serner und mit dem 1918 geschriebenen Text »Letzte Lockerung. Manifest DADA« zu einem der wichtigsten deutschen DADA-Autoren. Nach der Abwendung von DADA schrieb er vorwiegend Kriminal- und Gaunergeschichten, die 1928 in einer 8-bändigen Werkausgabe gesammelt erschienen. Doch bei Erscheinen dieser Ausgabe hatte Walter Serner sich schon nach Prag zurückgezogen, von wo er im August 1942 mit seiner Frau Dorothea Herz nach Riga deportiert und – wahrscheinlich am 23. August 1942 – im Wald von Bikernieki zusammen mit weiteren 998 Menschen dieses Transports ermordet wurde.