Über-Setzen zur Liebe
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Mit Anne Weber und Hans-Jürgen Heinrichs
Um die Liebe ging es in Anne Webers letztem Roman »Luft und Liebe« und um sie geht es auch in ihrem neuen Roman »Tal der Herrlichkeiten«. Während im ersten Roman sich der erhoffte Märchenprinz und mit ihm die Liebe in Luft auflöst, ist das Liebespaar im neuen Roman eine moderne Variante des Mythos von Orpheus und Eurydike: Statt Orpheus dringt nun eine nach dem Vogel Sperber benannte Figur ins Reich der Toten vor, um Luchs, seine Eurydike, wiederzufinden. Er möchte sich mit dem Tod nicht abfinden und hofft, daß seine Liebe erhört wird.
Die 1964 geborene und in Paris lebende Schriftstellerin und Übersetzerin Anne Weber schreibt ihre Bücher in einer deutschen und einer französischen Fassung, sie ist in beiden Ländern als Autorin und Übersetzerin gleichermaßen präsent und hoch geschätzt. Besondere Beachtung fanden ihre Übersetzungen von Wilhelm Genazino und Sibylle Lewitscharoff in Frankreich und, ganz aktuell, von Georges Perros in Deutschland. Die Faszination und die Qualen des Übersetzens werden auch Thema des Gesprächs sein.
Der Schriftsteller und Ethnologe Hans-Jürgen Heinrichs hat zahlreiche Biographien, kulturtheoretische Bücher und Gesprächsbände (unter anderem »Schreiben ist das bessere Leben«) veröffentlicht. Er war zuletzt Gast im Literaturhaus im Gespräch mit Fritz J. Raddatz und Martin Mosebach und mit seiner eigenen, 2011 erschienenen Biographie über Peter Sloterdijk.
Anne Weber liest aus ihrem neuen Roman »Tal der Herrlichkeiten« und spricht mit Hans-Jürgen Heinrichs über ihre Romane und ihre Übersetzungen.