Transnationale Literatur

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Mit Ricardo Piglia, Hanns Zischler, Elke Schmitter und Hans-Gerd Koch

Mit Ricardo Piglia, Hanns Zischler, Elke Schmitter und Hans-Gerd Koch

Die großen Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts, Flucht, Vertreibung und Exil haben eine neue Art von Weltliteratur entstehen lassen, Werke, die nicht länger an nationale Kulturkonzepte gebunden sind, sondern sich der Vielheit, dem Fremden und der Durchdringung und Durchmischung kultureller Ausdrucks- und Repräsentationsformen widmen. Unter dem Titel »Transnationale Literatur« stellen die sieben in literaturhaeuser.net zusammengeschlossenen Literaturhäuser Berlin, Hamburg, Frankfurt, Salzburg, München, Köln und Stuttgart vom 20.11. bis 11.12. 2003 international renommierte Autoren vor, die in ihrem Werk den Wechsel der Kultur inhaltlich, politisch und ästhetisch reflektieren.

Die Veranstaltungsreihe ist gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und wird von ARTE unterstützt.

Transnationale Literatur I. Europäische Bilderwelten in Südamerika

Ricardo Piglia, der 1941 in Buenos Aires geborene Autor von Romanen, Erzählungen, Drehbüchern, Kritiken und Essays, der in Princeton und Harvard Literatur und Film lehrte und lehrt, ist unter den südamerikanischen Autoren seiner Generation derjenige, der europäische Erzähltraditionen, die vielfach gebrochenen Spiegelungstechniken von Jorge Luis Borges und eine moderne soziale Ästhetik auf originelle Weise zu verbinden weiß. Im Berliner Wagenbach Verlag sind in den letzten Jahren drei seiner Bücher in der deutschen Übersetzung von Leopold Federmair erschienen: die Romane »Brennender Zaster« (2001), »Künstliche Atmung« (2002) und der Kurzroman »Falscher Name« (2003).

Leider hat Ricardo Piglia aus gesundheitlichen Gründen seine Lesung absagen müssen, aber Hanns Zischler, der in Berlin lebende Autor, Kritiker und Schauspieler, stellt Ricardo Piglia vor, liest aus den Romanen und spricht mit der Berliner Autorin Elke Schmitter sowie mit dem Kafka-Spezialisten Hans-Gerd Koch über Ricardo Piglia und dessen Bücher.