Tobias Lehmkuhl »Keine von uns: Das Leben der Irmgard Keun«
Mit Mitte zwanzig wird Irmgard Keun über Nacht zum Star: In »Gilgi – eine von uns« oder »Das kunstseidene Mädchen« porträtiert sie aufstrebende, emanzipierte Frauen der Weimarer Republik – doch dann übernehmen die Nazis die Macht, Keun wird zur verfemten Autorin. Unerschrocken klagt sie gegen die Nazis, emigriert schließlich nach Amsterdam, führt im Exil eine stürmische Beziehung mit Joseph Roth und pflegt Freundschaften mit Heinrich Mann und Stefan Zweig. 1940 kehrt sie zurück nach Deutschland, doch es gelingt ihr nicht, an den Erfolg der Vorkriegsjahre anzuknüpfen. Erst in den letzten Jahren vor ihrem Tod 1982 wird ihr Werk in der Bundesrepublik wiederentdeckt – und bis heute gelesen.
Erzählerisch mitreißend entfaltet der Autor und Literaturkritiker Tobias Lehmkuhl Irmgard Keuns Biografie und unterhält sich darüber mit Janika Gelinek, Co-Leiterin des Literaturhaus Berlin.
Wer mag, kommt im Anschluss mit auf einen kurzen Spaziergang zu Irmgard Keuns Geburtshaus in der Meinekestraße 6, in unmittelbarer Nachbarschaft des Literaturhaus Berlin.
Tobias Lehmkuhl »Keine von uns: Das Leben der Irmgard Keun«, Rowohlt 2026