The Brain is wider than the Sky

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Mit Jan Bürger und Friedhelm Ptok

Mit Jan Bürger und Friedhelm Ptok

Richard Powers, 1957 in Illinois geboren, in Chicago aufgewachsen, hat seine Jugendjahre in Bangkok verbracht, Literatur studiert und danach als Programmierer gearbeitet. Er »liest sich«, schreibt Michael Schmitt im Schreibheft 56 »durch die fiktive und nicht-fiktive Weltlitertur und stößt irgendwann auf ein Foto von August Sander, das drei junge Bauern aus dem Westerwald 1914 auf dem Weg zu einem Fest zeigt. Um dieses Motiv herum kristallisieren sich Benjamin-Lektüre und Fragen der Erkenntnistheorie. Aus der Annäherung an das Foto und aus der Rekonstruktion der Zeitumstände entsteht sein erstes Buch, Three Farmers on Their Way to a Dance, das ihn 1985 bekannt macht…« Danach erschienen die Romane »Prisoner’s Dilemma«, »The Gold Bug Variations«, »Operation Wandering Soul«, »Galatea 2.2« und »Gain«. Die Idee zu »Galatea 2.2«, schreibt Richard Powers in seiner E-Mail-Korrespondenz mit Jan Bürger, »ist eine Folge meiner Lektüre neuerer Forschungen über kognitive Neurologie, über die Wege, auf denen das Bewußtsein an synthetischen Prozessen aktiv beteiligt ist, um sich weiter zu entwickeln.
Im Literaturhaus stellt Jan Bürger, Kritiker und Redakteur von »Literaturen« und Romanautor [»Verlängerte Reise«], Richard Powers und seinen von Gabriele Kempf-Allié und Manfred Allié übersetzten neuen Roman »Schattenflucht« vor. Einen Roman, der zwei Handlungen miteinander verbindet, deren eine in einem Experimentalraum der Virtualität spielt, während die andere in einer winzigen weißen und damit bilderlosen Zelle einer Geiselhaft in Libanon den Kopf des Opfers mit Bildern jener Beziehung heimsucht, vor der er geflohen war. Den deutschen Text liest Friedhelm Ptok.

Eine Veranstaltung von literaturhaus.net, dem Zusammenschluß der Literaturhäuser Berlin, Hamburg, Frankfurt a.M., Salzburg, München, Basel, Köln und Stuttgart zusammen mit dem S. Fischer Verlag.