T.S. Eliot: »In meinem Ende ist mein Anfang«

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Nachdem der in die ‚Alte Welt’ zurückgekehrte Amerikaner Thomas Stearns Eliot, der sich später zum Engländer naturalisieren ließ, für sein literarisches Schaffen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, galt er als Beispiel des reflektierenden Dichters schlechthin; ein  moderner Klassiker zu Lebzeiten. Fünfzig Jahre nach Eliots Tod hat es der Lyriker und Übersetzer Norbert Hummelt unternommen, die kunstvollen und enigmatischen Verse dieses Wahleuropäers für unsere Zeit neu zu übersetzen. Diese Übertragungen der »Vier Quartette« wie die des berühmten Langgedichts »Das öde Land« (es erschien im selben Jahr wie Joyces »Ulysses« und wirkte ähnlich bahnbrechend) eröffnen dem heutigen Leser den Zugang zu einem Werk, das nun – vielleicht erst durch den zeitlichen Abstand – in seiner Unerschöpflichkeit erkennbar wird.

Im Gespräch mit dem Kulturwissenschaftler Thomas Stölzel wird Norbert Hummelt aus seiner intimen Werkkenntnis heraus den Zusammenhang von Biographie und Poesie beleuchten, aus seinen Übertragungen des berühmten Kollegen lesen und damit die existentielle Dimension dieser zeitlosen Dichtung erkunden.