Suchers Leidenschaften: Rainer Maria Rilke

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Mit C. Bernd Sucher

Mit C. Bernd Sucher

Rainer Maria Rilke (1875-1926) ist nicht bloß Lyriker gewesen, wenngleich seine Gedichte – vor allem die »Duineser Elegien«, das »Stunden-Buch« und die »Sonette an Orpheus« – heute seinen Ruhm ausmachen. Er schrieb Dramen und einen Roman: »Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge«.  Seine frühe Lyrik, seine kleinen Dramen und seine Jugend-Prosaskizzen  dokumentieren noch des Dichters Unentschiedenheit zwischen Naturalismus, Jugendstil und Neuromantik, sind zuweilen pathetisch-überschwenglich, zuweilen süß. Erst allmählich wurde sein Stil ein eigenständiger, ein nuancierter, malerisch intensiver. Es gelingt ihm, was ihm vorschwebt: Außen- und Innenwelten zu verbinden. Er behauptet künstlerische Form als Sinnstruktur. Rilke, der ruhelose Wanderer, der Lou Andreas-Salomé erst zur Geliebten gewann, dann, nach einem Bruch,  als Freundin behielt,  der zeitweise als Sekretär Rodins arbeitete – und eine kluge Monographie über den Bildhauer verfaßte – war auch ein vorzüglicher Übersetzer der Werke von Paul Valéry und Elizabeth Browning.. Als Ehemann von Clara Westhoff, als Vater – 1901 wurde die Tochter Ruth geboren – war er weniger erfolgreich. Wie Thomas Mann war ihm sein Schaffen alles – und das Leben vor allem Material für das schriftstellerische Vermächtnis. Engagiert, originell und höchst persönlich führt C. Bernd Sucher zusammen mit den Schauspielern den Zuhörer durch Leben und Werk von Rainer Maria Rilke.