Suchers Leidenschaften: Ödön von Horváth

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Mit C. Bernd Sucher

Mit C. Bernd Sucher

Ödön von Horváth hat nicht nur die Volksstücke geschrieben, die ihn seit den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts berühmt machten und die heute nicht allein auf deutschsprachigen Bühnen gezeigt werden; nicht bloß »Geschichten aus dem Wiener Wald«, »Kasimir und Karoline«, »Zur Schönen Aussicht« und »Glaube Liebe Hoffnung«. Nein, Horváth der deutsch-ungarisch-österreichische Dichter, hat auch Gedichte verfaßt und drei kürzere Romane. C. Bernd Sucher wird sich in seinem Vortrag mit den Theaterstücken auseinandersetzen, aber auch auf die Lyrik und das Prosawerk eingehen. Und er wird sich beschäftigen mit Horvàths Verhältnis zum Nationalsozialismus, dem seine Bücher zum Opfer fielen. Zudem werden auch die unbekannten Texte für die Bühne – vor allem »Mord in der Mohrengasse« und »Die Unbekannte aus der Seine« behandelt. Im Zentrum des Werks und des szenischen Vortrags: Horváths Abrechnung mit ungerechten sozialen Verhältnissen und dem deutschen Spießertum in den zwanziger und dreißiger Jahren, mit einem Typus des Deutschen, der letztlich Hitlers Aufstieg ermöglichte.