Suchers Leidenschaften: Joachim Ringelnatz

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Mit C. Bernd Sucher

Mit C. Bernd Sucher

Jeder kennt zumindest ein kleines Ringelnatz-Gedichtlein, vielleicht das von den zwei Ameisen, die nach Amerika reisen wollen, aber nicht sehr weit kommen. Oder das von der rostigen Schraube. C. Bernd Sucher wird in seinem Ringelnatz-Vortrag in der Reihe »Suchers Leidenschaften« auf diese amüsanten Gedichte nicht verzichten. Zudem wird er sich aber auch mit Ringelnatz’ eher schwachem Prosawerk und mit seinen nicht zu unrecht vergessenen  Theaterstücken auseinandersetzen. Und klar doch: die Kunstfigur, die ihn berühmt machte – nämlich Kuttel Daddeldu – wird auch nicht fehlen.  Daneben wird das seltsame Seemans- und Wanderleben dieses rastlosen Schriftstellers, Kabarettisten und Malers zur Sprache kommen. Denn sein erzählerisches Werk ist sehr autobiographisch.

Joachim Ringelnatz, der eigentlich Hans Gustav Bötticher hieß, ist zwar im sächsischen Wurzen geboren und starb in Berlin, aber recht eigentlich ist er ein Münchner Geschöpf. Und das Musik- und Kabarett-Lokal, das berühmte »Simpl« – es wurde geprägt von Ringelnatz. Daß dieser Witzbold auch ein politischer Kopf war, dessen Bücher der Bücherverbrennung anheim fielen, auch darüber wird in diesem Vortrag berichtet werden. Nicht zuletzt, um diesem Schriftsteller, der am 17. November 1934 starb, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, denn er konnte mehr als witzige Verse schmieden.