Stéphane Hessel: Ô ma mémoire. Gedichte, die mir unentbehrlich sind

Diese Veranstaltung liegt im Archiv

Mit Peter von Becker und Stéphane Hessel

Mit Peter von Becker und Stéphane Hessel

»Geboren in Berlin mitten im Ersten Weltkrieg. Der Vater Schriftsteller, Übersetzer, Dichter. Die Mutter aus preußischem Geschlecht. In diesem Berlin habe ich die ersten sieben Jahre meines Lebens verbracht. Von beiden Seiten wurde schon der kleine Junge mit Poesie überhäuft.« Mit diesen Sätzen beginnt Stéphane Hessel, seine lebenslange Liebe zur Poesie zu beschreiben. 1917 ist Stéphane Hessel als Sohn des Schriftstellers und Übersetzers Franz Hessel und dessen Frau Helen Hessel, ebenfalls Autorin und Übersetzerin, geboren worden. 1924 übersiedelte er mit Helen Hessel nach Paris; seit 1939 ist er französischer Staatsbürger. 1941 schloß er sich der Résistance an, wurde 1944 verhaftet und ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert, wo ihm Eugen Kogon das Leben rettete. Ab Oktober 1945 war er Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen in New York, 1948 Mitunterzeichner der Charta der Menschenrechte. Anschließend war er im Auftrag der UNO und des französischen Außenministeriums als Diplomat tätig. Sein Erinnerungsbuch »Tanz mit dem Jahrhundert« erschien 2002.

Stéphane Hessel hat aus den etwa 100 Gedichten, die er auf Englisch, Französisch und Deutsch auswendig kann, 88 ausgewählt und in dem Band »Ô ma mémoire. Gedichte, die mir unentbehrlich sind« (Grupello Verlag) versammelt; Gedichte von Villon, Shakespeare, Eichendorff, Hugo, Poe, Hölderlin, Verlaine, Hopkins und Hofmannsthal … Er spricht und liest diese Gedichte. Peter von Becker stellt Stéphane Hessel vor und führt ein Gespräch mit ihm.