Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Ruth Hoffmann, Thomas Raufeisen, Edina Gade, Helmuth Frauendorfer, Dr. Hubertus Knabe und Christian Seeger
Buchpräsentation mit Zeitzeugengespräch
Observation, Kontrolle, totale Überwachung – das waren die prägenden Erfahrungen vieler DDR-Bürger, vor allem wenn sie sich gegen die Diktatur der SED auflehnten. Weitgehend unbekannt ist, in welchem Maße Mißtrauen, Angst und Kontrolle auch die Familien der Stasi-Mitarbeiter beherrschte. Was wußten oder ahnten deren Kinder von der Tätigkeit ihres Vaters oder ihrer Mutter? Welche Auswirkungen hatte der paranoide Sicherheitswahn von Stasi-Minister Erich Mielke auf ihren Alltag? In einem neuen Buch untersucht die Journalistin Ruth Hoffmann erstmals, wie sich die beklemmende Atmosphäre der Totalüberwachung auch auf die Familien und vor allem auf die Kinder von Stasi-Mitarbeitern ausgewirkt hat. Die Folgen reichen von Verdrängung über den Bruch mit den Eltern bis zu schweren psychischen Störungen.
Begrüßung
Dr. Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Christian Seeger, Lektor Propyläen-Verlag
Auszüge aus dem Film „Stasikinder – Mein Vater war beim MfS“
Ruth Hoffmann – Autorin, Journalistin (u.a. Die Zeit, Stern, SZ Magazin) liest aus ihrem »Buch Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat« und spricht mit Thomas Raufeisen (Sohn des Westagenten des MfS Armin Raufeisen) und Edina Gade, geb. Stiller (Tochter des HVA-Mitarbeiters Werner Stiller). Moderation: Helmuth Frauendorfer (Stellv. Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen).
Eine Kooperationsveranstaltung der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen mit dem Propyläen-Verlag und dem Literaturhaus Berlin