Solowki: Die verschwundene Lager-Bibliothek. Film
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Von Elisabeth Kapnist, ARTE France 2013; 54 Min.
Die Bibliothek des Klosters auf den Solowezki-Inseln, eines der ältesten Rußlands, das ab 1923 als Lager für »Klassenfeinde« umfunktioniert wurde, umfaßte schließlich 30.000, darunter auch tausende fremdsprachige Bände, die zum Teil von den Verurteilten mitgebracht oder ihnen geschickt worden waren. Doch so, wie die Sträflinge (unter ihnen der bekannte Pawel Florenski und Alexei Wangenheim, Wegbereiter der Meteorologie in der UdSSR) dann zum mörderischen Bau des Belomor-Kanals abkommandiert oder in den 30er Jahren kurzerhand erschossen wurden, verliert sich auch die Spur der berühmten Solowezki-Bibliothek. Der französische Autor und Filmemacher Olivier Rolin und sein russischer Übersetzer Waleri Kislow haben die Geschichte dieser Bibliothek und die Schicksale einiger ihrer Nutzer rekonstruiert – und fanden dabei in weit entfernt liegenden Orten des GULAG-Systems einige wenige von Häftlingen mitgenommene Bücher mit dem Solowezki-Stempel.
Sein aus dieser Recherche hervorgegangenes Buch über Alexei Wangenheim stellt Olivier Rolin am 6.11. im Literaturhaus vor.
Mit freundlicher Unterstützung von
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