Rudolf von Thadden: Trieglaff
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Mit Rudolf von Thadden und Karl Schlögel
1807 wurde der Gutshof Trieglaff durch Napoleons Truppen besetzt, und 1945 erfolgte der Einmarsch der Roten Armee. Dazwischen lebten fünf Generationen Gutsbesitzer, Landarbeiter und Bauern in einer ländlichen Lebenswelt Pommerns, die der ständisch geprägten Gesellschaft entwuchsen und in der Moderne nach neuer Orientierung suchten. Im Zentrum der Generationengeschichte steht die Familie von Thadden. Sie reicht vom führenden Kopf der pietistischen Erweckungsbewegung in Pommern, Adolph Ferdinand von Thadden, bis zum Gründer des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Reinold von Thadden-Trieglaff. Im 19. Jahrhundert hatte sie Bedeutung für den Reichsgründer Otto von Bismarck, im 20. für den Widerstand gegen Hitlers Regime.
Rudolf von Thadden stellt im Gespräch mit Karl Schlögel sein Buch »Trieglaff. Eine pommersche Lebenswelt zwischen Kirche und Politik 1807-1948« (Wallstein Verlag) vor.