Rosa Luxemburg zum Gedenken
»An Rosa Luxemburg will man sich nicht erinnern. War sie eine gefährliche antipolnische Kommunistin? Eine jüdische Vorkämpferin der Arbeiterbewegung? Warum im polnischen Zamość, der Geburtsstadt der Politikerin, keine Gedenktafel angebracht werden darf.« So titelte die Süddeutsche Zeitung im Frühjahr dieses Jahres. In der Tat wurde bereits unter der PiS-Regierung eine seit 1979 bestehende Plakette entfernt, mit der Begründung, der Gedenktafel-Text betreibe kommunistische Propaganda. Und nun, nachdem der aktuelle Bürgermeister der Stadt angeregt hatte, wieder eine Tafel anbringen zu lassen, formierte sich eine breite Gegenbewegung. Auf dem Marktplatz von Zamość kam es zu einer Demonstration, bei der laut »Raus hier« gerufen wurde.
Die Führung widmet sich dem Leben und Werk Rosa Luxemburgs, dabei bildet ein Hauptakzent ihr literarisches Schaffen. Zudem zeichnet sie geographisch den Weg der Nacht (15. Januar 1919) nach, in der Luxemburg und Liebknecht ermordet wurden. Sie findet ihren Abschluss Rosa Luxemburg-Denkmal am Landwehrkanal.