Robert Walser 1878 – 1956 XV

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Mit Friedhelm Ptok

Mit Friedhelm Ptok

Poetenleben

Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs muß Walser bis zum Herbst 1914 Militärdienst leisten, dann wieder im Frühjahr und Herbst 1915. Die neu belebte Produktivität nach der am Ende seiner Berliner Zeit durchlittenen Krise ermöglicht es ihm, Anfragen von Schweizer Verlagen an den Heimgekehrten in kurzem zu bedienen. Die im September 1916 abgeschlossene 80 Seiten lange Erzählung „Der Spaziergang“, ein Höhepunkt seiner Bieler Arbeiten, erscheint im April 1917 im Huber Verlag; die für den Rascher Verlag ausgewählte Sammlung der „Prosastücke“ bereits im November 1916 und im April 1917 der Band „Kleine Prosa“ bei Francke. Ende Mai 1917 schreibt Walser an den Huber Verlag, er habe unter dem Titel „Poetenleben“ ein neues Buch „fest zusammengefügt und zu Ende geschrieben“. Die Druckfahnen seiner neuen Sammlung von Texten mit autobiographischen Motiven korrigiert Walser beim Grenzschutzdienst im Sommer 1917 während seiner vierten Militärzeit; Ende des Jahres wird das kleine Buch ausgeliefert. Aus „Poetenleben“ liest Friedhelm Ptok.