Robert Walser 1878 – 1956 VIII
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Friedhelm Ptok
Bedenkliche Geschichten. Prosa aus der Berliner Zeit
Am 31.1.1907 wird in Siegfried Jacobsohns „Schaubühne“ erstmals ein Beitrag von Walser gedruckt, binnen Jahresfrist ist der Betreiber des„Prosastückligeschäfts“ in allen wichtigen literarischen Zeitschriften etabliert: „Kunst und Künstler“, die „Neue Rundschau“, „Pan“, Hofmannsthals „Der Morgen“, Hardens „Die Zukunft“, der „Simplicissimus“ veröffentlichen regelmäßig Walsers Texte – am häufigsten „Die Schaubühne“. Der vormalige Schauspieleraspirant, nachmalige Dramolett-Autor und Bruder eines in Berlin überaus erfolgreichen Bühnenausstatters schreibt über seine Theaterfaszination, über das Kunst- und Literaturleben der deutschen Hauptstadt, schreibt über „Aschinger“, über die „Hose“, über „Die kleine Berlinerin“ und „Don Juan“, aber auch „Bedenkliches“ und „Was aus mir wurde“. Im Kurt Wolff Verlag erscheinen 1913/14 Buchausgaben mit zahlreichen seiner Prosastücke; aus den dort gesammelten und aus weiteren Berliner Prosatexten von Walser liest Friedhelm Ptok.