Robert Walser 1878 – 1956 VII

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Der Gehülfe. Ein Film von Thomas Koerfer

Der Gehülfe. Ein Film von Thomas Koerfer (Schweiz 1976)

Bereits im Herbst 1906 schreibt Walser seinen zweiten Roman, der „Asien-Gehülfe“. Obwohl C. Morgenstern auch diesen Text befürwortet, lehnt B. Cassirer ab, da der Erfolg von Walsers erstem Roman noch ungewiß ist; das Manuskript ist verschollen. Für kurze Zeit wird Walser im Frühjahr 1907 Sekretär der Berliner Sezession, hat somit Zugang zum engsten Kreis von Paul Cassirer und verkehrt in bester Berliner Gesellschaft, etwa mit Walter Rathenau. Im Sommer beendet Walser die Wohngemeinschaft mit seinem Bruder, bezieht eine eigene Wohnung und schreibt seinen nächsten Roman, „Der Gehülfe“, einen „Wirklichkeitsroman“: Mitte Juli 1903 bis Anfang 1904 hatte Walser als „Gehülfe“ in der Wädenswiler ‚Villa zum Abendstern‘ von Carl Dubler, einem Maschinentechniker, gelebt, und den Mißerfolg der Dublerschen Erfindungen, u. a. ein „Verkaufsautomat für in Pakete verpackte Gegenstände“, für den laut Beschreibung Gewehrmunition zum Einsatz kommen sollte, aus nächster Nähe beobachtet. Mit einer Umschlagzeichnung von Karl Walser versehen, erscheint „Der Gehülfe“ im Mai 1908 bei B. Cassirer und wird mit drei Auflagen das erfolgreichste von Walsers Büchern. In der Verfilmung von Thomas Koerfer spielen Hannelore Hoger (Pauline) und Paul Burian (Joseph Marti) [122 min].

Die Vorführung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des ZDF.