Robert Walser 1878 – 1956 IV

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Mit Friedhelm Ptok

Mit Friedhelm Ptok

Fritz Kochers Aufsätze und frühe Prosa

Nach verschiedenen Anstellungen als Commis und dem gescheiterten Versuch Schauspieler zu werden, sieht sich Robert Walser am 8.5.1898 erstmals im Sonntagsblatt des „Bund“, Bern, mit einigen Gedichten gedruckt; der Publikationserfolg verleitet ihn umgehend zu zahlreichen Stellungs- und Wohnungswechseln. Schon bald, im Juli 1899 folgt auch Walsers erstes Prosastück im Berner „Bund“, im Oktober 1899 ist er im ersten Heft der Zeitschrift „Insel“ mit vier Gedichten vertreten, bis zum September 1901 erscheinen dort drei Dramolette von ihm. Mit dem im Oktober 1901 in Zürich fertiggestellten Manuskript von „Fritz Kochers Aufsätzen“ fährt Walser zu seinem Bruder Karl nach Berlin, der dort seit 1899 lebt. Die Unmöglichkeit, „Fritz Kochers Aufsätze“ als Buch zu publizieren, treibt Walser zurück in die Schweiz, schließlich druckt das Sonntagsblatt des „Bund“ 1902/03 die „Aufsätze“. Während Walser von 1902 bis 1904 u. a. als Absolvent der Rekrutenschule, als „Gehülfe“ des Erfinders Carl Dubler und als Bankgehilfe sein Auskommen sucht, entschließt sich 1904 der Insel Verlag zur Buchpublikation von „Fritz Kocher’s Aufsätzen. Mitgeteilt von Robert Walser“, die in 1.300 Exemplaren, illustriert von Karl Walser, erscheinen. Friedhelm Ptok liest aus dem Buch.