Rita Bischof: Nadja revisited

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Mit Rita Bischof und Meike Schlüter

Mit Rita Bischof und Meike Schlüter 

André Bretons Roman »Nadja« aus dem Jahr 1928 ist einer der Grundlagentexte des Surrealismus. In seinem Zentrum steht die Begegnung des Autors mit Nadja im Oktober 1926. In nur zehn Tagen nahm der surrealistische Liebesbegriff daraufhin Gestalt an. Nadja war keine Fiktion, sie hieß Léona Delcourt. Geboren 1902, starb sie 1941 in einer psychiatrischen Anstalt, in die sie ein halbes Jahr nach der Begegnung mit André Breton eingewiesen worden war.
Mit großer Sachkenntnis und von einer genau durchdachten Position aus, die dem historischen Abstand Rechnung trägt, wendet sich die Literaturwissenschaftlerin Rita Bischof diesem Kernstück des literarischen Surrealismus zu und rekonstruiert in ihrem Buch »Nadja revisited« (Brinkmann & Bose) die Figur der Nadja – ihre Person, die durch Briefe und Zeichnungen eine Stimme bekommt.

Rita Bischof spricht über Nadja, die Theoreme des Surrealismus und die reale Person Léona Delcourt. Meike Schlüter liest die mit ‚Nadja’ signierten Briefe von Léona Delcourt.