Renate Berger: Tanz auf dem Vulkan
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Gustaf Gründgens und Klaus Mann
In seinem Roman »Mephisto« hat Klaus Mann Gustaf Gründgens als rücksichtslosen Karrieristen porträtiert, doch am Anfang stand eine innige Freundschaft. Die Lebenslinien des Theatermanns Gründgens und des Schriftstellers aus bestem Hause sind vielfach verschlungen. Es war nicht nur die Ehe von Gründgens mit Erika, der Schwester, die beide einander nahe brachte. Was sie verband war vor allem das Erleben eines Umbruchs, der das Ende jeder individuellen und künstlerischen Freiheit bedeutete. 1933 ließ die Machtergreifung beide in das Visier der Nationalsozialisten geraten und konfrontierte sie mit Zensur und maximaler Kontrolle. Wie unterschiedlich beide mit der Bedrohung umgingen und wie das ihre Beziehung veränderte, zeigt Renate Berger in ihrer brillant recherchierten und spannend erzählten Doppelbiographie »Tanz auf dem Vulkan. Gustaf Gründgens und Klaus Mann« (Lambert Schneider).
Frank Träger und Konstantin Rau sprechen mit der Autorin. Die Texte von Gustaf Gründgens und Klaus Mann werden von zwei jungen Schauspielern, Vincent Sierp und Marius Mik, gelesen.
Renate Berger war Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Sie forscht insbesondere über Künstlerinnen vom 18. Jh. bis zur Gegenwart, Kunst- und Kulturgeschichte der 1920er Jahre, Ausdruckstanz und Russisches Ballett, Avantgarde und Filmgeschichte. Heute arbeitet sie als freie Autorin in Berlin.
Zusammen mit der KLAUS MANN INITIATIVE BERLIN e.V. und der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt (WBG)