Reinhard Kaiser-Mühlecker: Wiedersehen in Fiumicino

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Mit Reinhard Kaiser-Mühlecker und Hans-Gerd Koch

Mit Reinhard Kaiser-Mühlecker und Hans-Gerd Koch

Joseph, Agronom aus Wien, Anfang 30, scheitert nicht nur in seinen Liebesbeziehungen und Freundschaften, sondern auch mit seiner ihn gänzlich ausfüllenden Mission, dem zunehmend industrialisierten Soja-Anbau Argentiniens mittels einer Studie beikommen zu wollen. Zurückgekehrt aus Buenos Aires, wohin Joseph ohne Wissen seiner Freundin für eine NGO gereist war, verkauft er den Erbhof seiner Familie an einen Öko-Bauern und zieht sich in eine Einsiedelei mittelweit von Wien zurück. Von den vielen Kompromissen, die abzuwägen, auszuhalten, zu verweigern, zu leben sind, sprechen die drei anderen gleichaltrigen Ich-Erzähler: Hans Kramer, Kommilitone aus Wien, der in Buenos Aires als Museumswärter arbeitet, ein Buch veröffentlicht über Schriftsteller, die vor den Nationalsozialisten nach Argentinien fliehen konnten, und der schließlich mit Cecilia sein Glück findet. Augusto, Medizinstudent in Buenos Aires, der mit seinem Vater, einem Großgrundbesitzer, gebrochen hat und unglücklich in Cecilia verliebt ist. Savina, Cecilias Freundin, die ihre angehende Gitarristinnen-Karriere aufgegeben hat, Joseph in ihrer Wohnung aufnimmt, ihn schließlich wegschickt, seine unangekündigte Abreise zurück nach Wien ihm dann aber doch nachträgt.

Reinhard Kaiser-Mühlecker (geb. 1982) wuchs in Oberösterreich auf und studierte in Wien Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung. Sein soeben erschienener Roman ist nach »Der lange Gang über die Stationen« (2008) und »Magdalenenberg« (2009) bereits sein dritter. Einführung und Gespräch: Hans-Gerd Koch, Kafka-Spezialist und Herausgeber der Gesammelten Werke Kafkas.