Raoul Schrott: Erste Erde. Epos

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NOCH WENIGE RESTKARTEN AN DER ABENDKASSE

Nichts Geringeres hat sich Raoul Schrott vorgenommen, als unser Wissen über die Welt vom Urknall und der Entstehung der Erde und des Lebens bis hin zur Entstehung des Menschen zu erzählen. Dabei versucht er, die Erzählung vom gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse literarisch zu gestalten und immer da, wo dies möglich wird, ihn in einzelnen Lebensgeschichten zu veranschaulichen. In wechselnden poetischen Formen ergibt sich ein breitgefächertes erzählerisches Panorama.

In einem zweiten Teil fasst Raoul Schrott in Sachbuchform unseren heutigen Wissensstand zusammen. Dichtung und Wissenschaft verknüpfend, wagt er sich daran, ein modernes Gegenstück zu Alexander von Humboldts Kosmos zu entwerfen. Neugieriger und schöner lässt sich die Erde kaum erkunden.


Raoul Schrott, geboren 1964, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. Zuletzt veröffentlichte er »Homers Heimat« sowie seine Übertragung der »Ilias« (beide 2008), »Gehirn und Gedicht« (2011, gemeinsam mit dem Hirnforscher Arthur Jacobs), die Erzählung »Das schweigende Kind« (2012), die Übersetzung von Hesiods »Theogonie« (2014) sowie den Gedichtband »Die Kunst an nichts zu glauben« (2015). Er stellt sein neues Buch »Erste Erde. Epos« (Hanser) in einem Vortrag vor.