Preis der Literaturhäuser 2006

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Mit Uwe Kolbe, Johannes Bauer, MachOne und Norbert Hummelt

Mit Uwe Kolbe, Johannes Bauer, MachOne und Norbert Hummelt

Den Preis der Literaturhäuser erhält in diesem Jahr Uwe Kolbe: Das gaben die Programmleiterinnen und Programmleiter der Literaturhäuser Berlin, Hamburg, Frankfurt, Salzburg, München, Köln, Stuttgart und Leipzig am Freitag, 17. März 2006, auf der Leipziger Buchmesse bekannt. Nach Ulrike Draesner, Bodo Hell, Peter Kurzeck und Michael Lentz ist Uwe Kolbe der fünfte Preisträger.

Der Preis der Literaturhäuser, mit 8.000,- Euro dotiert und mit einer Lesereise durch alle im literaturhaeuser.net zusammengeschlossenen Literaturhäuser verbunden, prämiert jährlich einen Autor, der sowohl mit seinem literarischen Werk als auch mit seinem Vortragsstil ästhetische Maßstäbe setzt.

Gemeinsam mit dem Posaunisten Johannes Bauer und dem Raper MachOne wird Uwe Kolbe in einer Konzertlesung auftreten; die Laudatio auf den Preisträger hält Norbert Hummelt.

Eine Veranstaltung von literaturhaeuser.net in Medienpartnerschaft mit ARTE

Uwe Kolbe ist 1957 in Berlin geboren worden. 1980/81 absolvierte er ein Sonderstudium am Literatur-Institut „Johannes R. Becher“. Durch die Kulturpolitik der DDR in den 80er Jahren faktisch mit Publikationsverbot gemaßregelt, arbeitete U. Kolbe für verschiedene Untergrundzeitschriften; mit einem Dauervisum versehen, übersiedelte er 1986 nach Hamburg. Von 1997 bis 2003 war er Leiter des Studios Literatur und Theater der Universität Tübingen, heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin; Uwe Kolbe ist Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen (1993). Zu seinen Publikationen zählen: Nicht wirklich platonisch, Gedichte (Suhrkamp 1994); Vineta, Gedichte (Suhrkamp 1998); Abschiede und andere Liebesgedichte (Suhrkamp 1999); Die Farben des Wassers, Gedichte (Suhrkamp 2001); Der Tote von Belintasch, Kriminalerzählung (Wunderhorn 2002) und Thrakische Spiele, Kriminalroman (Nymphenburger 2005). Federico García Lorca, Geoffrey Hill und zuletzt Hwang Chi-Woo wurden von Uwe Kolbe übersetzt.