Preis der Literaturhäuser 2003
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Mit Michael Lentz und Bodo Hell
Den in diesem Jahr zum zweiten Mal vergebenen Preis der in literaturhaeuser.net zusammengeschlossenen deutschsprachigen Literaturhäuser erhält Bodo Hell.
Die Programmleiterinnen und -Leiter der Literaturhäuser [Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt a.M., Stuttgart, München, Salzburg und Basel] preisen Bodo Hell als einen Autor, der in seinen Arbeiten den Materialcharakter der Sprache ausstellt und zu vielfältigen, dichten, geschichteten, mit Bildelementen, Piktogrammen, Zeichenbruchstücken durchsetzten Textgebilden neu zusammenfügt. Der Vortragskünstler, Hörspiel- und Filmautor bewegt sich stets an den Rändern, auf dem schmalen Grat zwischen avantgardistischem Formexperiment, Montage und anscheinend verdoppelndem Aufzeigen dessen, was so ist und doch auch ganz anders. Die Laudatio auf Bodo Hell hält der in Berlin lebende Dichter Michael Lentz.
Bodo Hell, ist 1943 in Salzburg geboren, hat am Mozarteum in Salzburg Orgel studiert, war an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien [Film und Fernsehen] und hat an der Universität Wien Philosophie, Germanistik und Geschichte studiert. Heute lebt er als freier Autor in Wien und im Sommer als Senner auf einer steirischen Alm. Bislang sind von ihm mehr als 20 Bücher erschienen, zuletzt »Tracht. Pflicht« [Droschl Verlag, 2003], er hat Theaterstücke, Hörspiele und Essays geschrieben, Musikperformances, Fotoausstellungen, Textinstallationen und Filme gemacht.
Vor und nach der Preisverleihung zeigen wir die Filme »Stadtschrift von Bodo Hell« [von Herbert Wiesner, HR 1984] und »FernGespräch / NahAufnahme«, ein Experimentalfilm von Othmar Schmiderer mit Friederike Mayröcker und Bodo Hell [März 2003].
Mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Kulturstiftung und der Ausschnitt Medienbeobachtung