Pasolini 14

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Filme: »La rabbia (Der Zorn)« und »La ricotta (Der Weichkäse)«

Filme: »La rabbia (Der Zorn)« I 1963, 53 min, OmU und
»La ricotta (Der Weichkäse)«
I/F 1962, 40 min, OmeU

» ›La rabbia‹ ist ein seltsamer Film, weil er nur aus Dokumentarmaterial zusammengeschnitten ist … Es sind vor allem Wochenschauen, und daher ist das Material extrem banal und ausgesprochen reaktionär. … Seltsam an dem Film ist, daß der Kommentar in Versen ist, die ich eigens für den Film geschrieben habe. Gesprochen werden sie von Giorgio Bassani, der Orson Welles in ›La ricotta‹ synchronisiert hat, und von Renato Guttuso, dem Maler.« [Pasolini im Interview, 1969] Regie und Buch: Pasolini
Für »La ricotta«, wo es um Dreharbeiten für einen Christus-Film geht, wurde Pasolini für vier Monate auf Bewährung verurteilt, wegen »Verunglimpfung der Religion«, einem »faschistischen Gesetz zufolge, das noch immer in Kraft ist, weil die Zivilgerichte hier nie gesäubert wurden … Ich kann Ihnen aber nicht sagen, warum das alles geschah. Nur daß es ein Ausdruck der öffentlichen Meinung war, die seltsamerweise zutiefst rassistisch ist, meine ich. Man sagt, daß die Italiener keine Rassisten sind: das halte ich für eine große Lüge. Das italienische Bürgertum hat seinen Rassismus bis heute nicht gezeigt, weil es keine Gelegenheit dazu hatte «. [Pasolini im Interview, 1969] Regie und Buch: Pasolini. Mit Laura Betti und Orson Welles, der ein Gedicht von Pasolini rezitiert.