Oskar Pastior Preis 2016 für Anselm Glück

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Preisverleihung und Ausstellungseröffnung

Mit großer Geschwindigkeit jagen die Lebensgeister allen möglichen Eindrücken nach. Gelüste häufen sich. Wir bannen die Natur in unsere Schädel und unterwerfen sie unseren Ideen. Der betrachtete Gesichtsausdruck bebt aus dem Spiegel hervor und schlüpft in das gegenüber aufgestellte Augenpaar. Über den Mund huscht bekanntlich ein Lächeln
[Anselm Glück]

Als Schriftsteller wie als Maler und Zeichner hat Anselm Glück, 1950 in Linz geboren, Werke geschaffen, die der experimentellen und konkreten Kunst verpflichtet, eine sehr eigene, unverwechselbare Diktion aufweisen. Zu seinen Techniken gehören Montage und Collage ebenso wie Erzählen als Nichterzählen, beziehungsweise ein gestisches Sprechen, das die Dinge, von denen gesprochen wird, wie vorgezeigt erscheinen läßt. Reflexionen werden dinglich, Worte aus dem Korsett der Grammatik gelöst und in neue, hybride Bedeutungen überführt.

Begrüßung: Ernest Wichner, Laudatio: Paul Jandl, Dank des Preisträgers Anselm Glück, Frank Arnold liest aus Texten von Anselm Glück.


Zur Preisverleihung eröffnen wir – Literaturhaus Berlin und Oskar Pastior Stiftung – die Ausstellung

 WENN’S NUR SO WÄRE WIE ES IST

BILDER VON ANSELM GLÜCK

Die Ausstellung ist
vom 2. Juli bis zum 28. August 2016
Di.-Fr. 14-19 Uhr und Sa./So. 12-18 Uhr geöffnet.