Oskar Loerke: Sämtliche Gedichte
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Lutz Seiler und Frank Arnold
Mit einer zweibändigen Ausgabe der Lyrik Oskar Loerkes wird das 2008 begonnene, erfolgreiche Kooperationsprojekt der Wüstenrot Stiftung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung im Wallstein Verlag fortgesetzt: Literarische Werke, die aus dem kulturellen Gedächtnis zu fallen drohen, werden neu ediert und von zeitgenössischen Schriftstellern vorgestellt.
Oskar Loerke (1884–1941) gilt als einer der bedeutendsten und einflußreichsten deutschen Lyriker der 20. Jahrhunderts. Seine Gedichte werden untern den Stichworten Expressionismus, Naturdichtung oder Innere Emigration kategorisiert. Doch wird diese Reduktion der thematischen Vielfalt und dem Formenreichtum seiner Dichtung nicht gerecht, die weite geschichtliche, mythologische und geographische Räume umgreift. Loerkes Hauptwerk, seine Lyrik, ist seit Jahrzehnten vom Markt verschwunden. Die von Uwe Pörksen und Wolfgang Menzel herausgegebene Ausgabe enthält die zu Lebzeiten des Dichters veröffentlichten sieben Gedichtbücher ebenso wie das seiner Verzweiflung über die NS-Zeit abgetrotzte Spätwerk (1937–1941), das bisher noch kaum eine Öffentlichkeit gefunden hat. Hinzu kommen Essays, die sich unmittelbar auf seine Dichtung beziehen.
Lutz Seiler stellt Oskar Loerke in einem einleitenden Essay vor und läßt das Werk aus der eigenen Lektüreerfahrung heraus lebendig werden. Frank Arnold liest Gedichte von Oskar Loerke.
Zusammen mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung.