Olga Martynova: Der Engelherd
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
In Olga Martynovas neuem Roman »Der Engelherd« (S. Fischer) geht es um die Liebe zwischen dem alternden Schriftsteller Caspar Waidegger und der jungen Laura, die über ihn ihre Doktorarbeit schreibt. Es geht um die Frage, wie frei oder gefangen wir sind. Um Waideggers behinderte Tochter. Um Familie und Verantwortung, mithin und die Frage, was normal ist und was verrückt. Aber es geht auch um unsere Vergangenheit, die in die Gegenwart ragt. Um eine Schauspielerin, deren Tochter von Euthanasieärzten ermordet wird. Es geht um Schuld und es geht um Engel, die entsetzt auf unsere Grausamkeit starren und uns nicht beschützen können. Und weil alles verloren wäre ohne die Literatur, geht es auch um das Wunder des Erzählens.
Olga Martynova liest aus ihrem soeben erschienenen neuen Roman; Einführung und Gespräch: Katharina Hacker.