Olena Turyanska »o.T.«
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Ausstellungseröffnung
Olena Turyanska im Gespräch mit Chrystyna Nazarkewytsch
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10:00 bis 17:00 Uhr und zu den Abendveranstaltungen
Eintritt: frei
Seit dem Winter 2014 war Olena Turyanska kaum schöpferisch tätig. Sie sah keinen Sinn mehr in ihrer künstlerischen Arbeit. Die Proteste auf dem Majdan nahm sie als das Notwendige wahr, gleichzeitig aber als etwas vollkommen Surreales: Verletzte, Tod, Krieg, Binnenflüchtlinge, Verkrüppelungen … Diese Wirklichkeit gewann so sehr an Gewicht, dass ihr ihre persönlichen Reflexionen darüber unnötig, sinnlos und oberflächlich erschienen. Umso wichtiger wurden ihr konkrete Handlungen und Taten: Geldspenden, Hospitalbesuche, Hilfe für die Flüchtlinge, Unterstützung der Soldaten an der Front. Aber alles wird mit der Zeit zur Routine, und es ist erstaunlich, wie vieles dem Menschen zur Gewohnheit werden kann. So fing auch sie allmählich an, sich wieder auf sich selbst zu besinnen. Aus den Bruchstücken und Scherben, Fragmenten der Eindrücke, Erinnerungen und Erfahrungen schafft sie nun etwas Neues, was noch keinen Namen hat, ohne Titel (»o.T.«) ist und zur Grundlage einer Neuformung wird.
Die Ausstellung ist im Rahmen des 5. Deutsch-Ukrainischen Schriftstellertreffens »Eine Brücke aus
Papier – Міст з паперу« zu sehen, das am 28. und 29. Oktober 2019 im Literaturhaus Berlin stattfindet.