»Nach dem Verschwinden«

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Hörspiel von Christine Nagel

Ein fiktiver Dialog mit Ilse Aichinger

Aichingers 1948 erschienener Roman »Die größere Hoffnung«, die 1952 mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnete »Spiegelgeschichte« und ihr 1953 gesendetes Hörstück »Knöpfe« zählen mit zu den wichtigsten Texten der deutschen Nachkriegsliteratur. Auch ihre nach Jahrzehnten des Schweigens publizierten Bücher »Film und Verhängnis« (2001), »Unglaubwürdige Reisen« (2005) und »Subtexte« (2006) faszinierten das Lesepublikum. Immer subtiler und komplexer gab Ilse Aichinger ihrer Skepsis gegenüber der Sprache, gegenüber einzelnen Worten und noch kleinsten Silben literarische Gestalt: »Ich schreibe, weil ich keine bessere Form zu schweigen finde.«

Christine Nagels fiktiver Hörspieldialog kontrastiert Aichingers biographisch geprägte »Poetik der Zurücknahme« mit der geschäftigen Gegenwart des heutigen Wiens. 2014 kürte die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste »Nach dem Verschwinden« (RBB/ORF) zum Hörspiel des Monats Juni.

Nach der Vorführung (51 Min.) besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit der Regisseurin Christine Nagel, die sich schon seit vielen Jahren mit dem Werk Ilse Aichingers beschäftigt und auch einen Film über sie produziert hat.

Gemeinsam mit dem Kulturradio vom RBB