Mut zur Lücke
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Mit Friedrich Christian Delius, Winfried Menninghaus, Gustav Seibt, Heinz Schlaffer und Jörg Drews
Mit dem oben zitierten Satz endet »Die kurze Geschichte der deutschen Literatur« des Stuttgarter Literaturwissenschaftlers Heinz Schlaffer. Der Autor sucht in seinem Buch nach den benennbaren Merkmalen, die deutsche Literaturgeschichte als »Teilgebiet der europäischen Geschichte der Kunst und Literatur« von dem Ganzen dieser Geschichte unterscheiden. Was ist deutsch in der deutschen Literaturgeschichte, die Heinz Schlaffer zu weiten Teilen als eine Geschichte von Fremdeinflüssen, Abbrüchen und Neuanfängen beschreibt? Die Höhepunkte sieht der Autor in ganzen 60 Jahren zwischen 1770 und 1830 und dann noch einmal in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erreicht.
Diese kurzen Thesen zu einer kurzen Geschichte haben zu heftigen zustimmenden und ablehnenden Reaktionen geführt. »Wann hat es zum letzten Mal ein so hochmütiges und angriffslustiges Buch gegeben, über das sich mit intelligenten Leuten so trefflich streiten ließe?«, fragte die Süddeutsche Zeitung am Erscheinungstag des Buches.
Moderiert von Jörg Drews diskutieren Friedrich Christian Delius, Winfried Menninghaus, und Gustav Seibt mit Heinz Schlaffer