Mo & Moritz
Moja, genannt Mo, hat muslimische Wurzeln und ist vor einigen Jahren mit seiner Familie vor dem Krieg nach Österreich geflüchtet. Seine Eltern sind nie ganz in der neuen Heimat angekommen, seine zwei Geschwister haben ihre eigenen Sorgen, und dann fliegt Mo, der selbst immer wieder mit den Erlebnissen seiner Vergangenheit kämpft, auch noch von der Schule. Als er durch einen Glücksfall eine Friseurlehre in einem Wiener Nobelsalon beginnt, taucht er ein in eine glamouröse neue Welt. Eines Abends wird er hinter den Kulissen des Wiener Opernballs eingesetzt und verliebt sich – ausgerechnet in Moritz, einen Jungen aus einer scheinbar harmonischen, jüdisch-liberalen Familie. Mo schwebt auf Wolke sieben und bekommt gleichzeitig kalte Füße: Was, wenn seine Familie davon erfährt? Wird er jemals zu Moritz und seiner Liebe stehen können? Dann radikalisiert sich Mojas Bruder auch noch und plant einen Bombenanschlag auf das Taylor Swift-Konzert in Wien…
Die in Russland geborene österreichische Autorin und Dolmetscherin Julya Rabinowich erzählt in ihrem neuen Buch »Mo & Moritz« eine moderne Liebesgeschichte – und freut sich auf ein Gespräch über das Schreiben, über Themen wie familiäre Erwartungen und gesellschaftliche Konflikte, und auf die Träume, Ängste und Hoffnungen Berliner Jugendlicher.
Julya Rabinowich, Mo & Moritz, Hanser 2026