Michael Roes »Herida Duro«
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Herida Duro ist das einzige Kind von Zef Duro. Weil ein männlicher Erbe fehlt, wächst sie wie ein Junge im verarmten Dorf Lazarú in Albanien auf. Doch die Umbrüche im 20. Jahrhundert verändern das Leben der traditionellen bäuerlichen Dorfgemeinschaft
radikal: Aus dem Dorf, wo die Partisanen kämpfen,
führt Heridas Weg in die Hauptstadt Tirana. Während
ihr Freund Gjon ein Flüchtlingsschiff besteigt, um Elend und Zensur zu entgehen, macht Herida Karriere im »Kinostudio«, der nationalen albanischen Filmproduktion, die jedoch ganz im Dienst des Machthabers Enver Hoxha steht. Erst im Exil in Rom findet sie den provozierenden Stoff für ihren ersten
eigenen Film.
In seinem 13. Roman erzählt der Berliner Autor Michael Roes eine historische Epoche jenseits der Geschlechterkategorien: Vom Rande Europas und von den Ausgegrenzten kommt für ihn die wahre Kunst. Es moderiert die Theaterwissenschaftlerin Christel Weiler.
Michael Roes »Herida Duro« Schöffling & Co., 2019