Michael Kleeberg: Vaterjahre

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Gespräch: Sandra Kegel

Die Dinge können nicht sterben, sie können nur kaputtgehen. Aber das tun sie nicht, denn es sind besondere Dinge. Dinge, die er sich geleistet hat, gemachte, geschaffene Dinge, in denen Arbeit und Kunstfertigkeit steckt und Liebe zu beidem. Dinge, die teuer sind, dem, der sie hergestellt hat, und daher auch dem, der sie in seinen Besitz übernimmt.
[Michael Kleeberg]

Karlmann Renn, Charly genannt, einigermaßen erfolgreich in seinem Beruf, zum zweiten Mal verheiratet – zum ersten Mal hatte er am Tag von Boris Beckers erstem Wimbledon-Sieg (im Roman »Karlmann« von 2007) geheiratet -, hat die achtziger Jahre mäßig ambitioniert hinter sich gebracht. Doch auch ein Jahrzehnt später fehlt ihm zur Reife, wie er feststellen muß, noch einiges: Die Vergangenheit seiner Frau Heike ist ihm noch immer und immer wieder ein Grund zur Beunruhigung, und sein bester Freund steht ihm als uneinholbarer Konkurrent bedrohlich im Wege.

Michael Kleebergs neuer Roman »Vaterjahre« (DVA) entwirft das zeitgenössische Sittenbild eines Familienvaters zwischen Liebe und Sorge, Selbstbehauptung im Beruf, Konfrontation mit der Kindheit und der Verlockung des Ausbruchs.

Michael Kleeberg liest aus »Vaterjahre«; Einführung und Gespräch: Sandra Kegel.