Die Wolken waren groß und weiß und zogen da oben hin
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Mit Matthias Zschokke
In Matthias Zschokkes neuem Roman geht es um einen, der sich hinlegt, wenn er satt ist; und wenn er Hunger hat, steht er wieder auf. Gern hat er, wenn die Frau, mit der er zusammenlebt, dabei neben ihm liegt oder steht. Aber die großen Schicksalsfragen bleiben ihm trotzdem nicht erspart. Er ist ein Held, dessen Mutter sterben will. Auch sein Freund hat keine rechte Lust mehr am Leben. Beide erhoffen sich, daß der Held sie aus dem Jammertal führen möge. Doch der weiß nicht, wie er das anstellen soll. Lieber geht er Kaffee trinken, schaut Hunden, Frauen und Männern beim Leben zu, was ihm manchmal gefällt, manchmal nicht, ißt Käse, der ihm manchmal schmeckt, manchmal nicht, sieht nasse Schnürsenkel an Kinderschuhen und Wolkenfetzen, die hinter Möwen herjagen. Das findet er alles so interessant, daß er darüber fast seine Mutter und seinen Freund vergißt.
Matthias Zschokke liest aus dem soeben bei Wallstein erschienenen Roman »Die Wolken waren groß und weiß und zogen da oben hin«. Einführung und Gespräch: Hubert Winkels.