Marie von Ebner-Eschenbach zu ehren
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Meine Laufbahn ist eine dornenvolle gewesen, ich blicke nicht gern auf sie zurück. ‚Von zwei Welten eine mußt du wählen’, heißt es mit Recht, nun – das habe ich nicht thun dürfen. Ich habe trachten müssen zu pactiren, ich habe suchen müssen mich in zwei Welten zurecht zu finden. Auf diese Weise läßt sich nichts Großes leisten, höchstens hie und da ein wenig Gutes. Und etwas wird man dabei – ausbündig nachsichtig.
[Marie von Ebner-Eschenbach]
»Hundert Jahre nach dem Tod von Marie von Ebner-Eschenbach am 12. März 1916 ist diese Schriftstellerin im literarischen Kanon fest verankert, allerdings eher als harmonisierende Dichterin der Güte, die wenig Interesse weckt.« So Ulrike Tanzer im ersten Band der von Evelyne Polt-Heinzl, Daniela Strigl und Ulrike Tanzer herausgegebenen 4-bändigen Marie von Ebner-Eschenbach-Leseausgabe, die rechtzeitig zu diesem Jahrestag erschienen ist.
Daniela Strigl hat unter dem Titel »Berühmt sein ist nichts« (Residenz Verlag) soeben eine Biographie der Dichterin veröffentlicht, in der sie die »Dichterin der Güte« auch als poetische Realistin, Dramatikerin, Aphoristikerin, Fürsprecherin der Emanzipation, Kämpferin gegen den Antisemitismus, Offiziersgattin, Uhrmacherin und »Reitnärrin« beschreibt.
Daniela Strigl liest aus dieser Biographie und spricht mit Tilman Krause und Rainer Moritz über ihre Leseerfahrungen mit den Texten der Marie von Ebner-Eschenbach..- / 3.- EURO