Margherita Sarfatti »Ich habe mich geirrt. Was soll’s«
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Marianne Brentzel und Uta Ruscher
»Der Duce hat mir viel zu verdanken! Ich habe ihn zu dem gemacht, was er wurde.« Das sagte Margherita Sarfatti, die 1880 geborene Tochter einer reichen und alteingesessenen jüdischen Familie aus Venedig. Sie war eine hochgebildete und begabte Frau, die zur ersten bedeutenden Kunstkritikerin Italiens avancierte. In ihren Salons in Mailand und später in Rom versammelte sie alles, was in der Kultur und Politik Rang und Namen hatte. Ursprünglich linkssozialistisch und feministisch engagiert, wurde sie zur Geliebten und Ratgeberin Mussolinis. Trotzdem mußte sie 1938 über die Schweiz und Frankreich nach Uruguay und Argentinien flüchten. 1947 kehrte sie nach Italien zurück, blieb aber verfemt und ausgestoßen bis an ihr Lebensende.
Marianne Brentzel und Uta Ruscher haben die Lebensgeschichte der Sarfatti nachgezeichnet; sie lesen aus ihrem im Atrium Verlag erschienenen Buch.
Zusammen mit der Società Dante Alighieri Berlin