Margarete Buber-Neumann im Gespräch

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Ausstellung »Samizdat« im GULAG

Film, ZDF 1981, 60 Min.

1938 in Moskau als Lebensgefährtin des KPD-Funktionärs Heinz Neumann verhaftet, der schon Ende 1937 vom NKWD erschossen worden war, wurde Margarete Buber-Neumann zu fünf Jahren »Arbeitsbesserungslager« verurteilt und nach Karaganda deportiert. Nach dem Hitler-Stalin-Pakt dann im Februar 1940 nach Deutschland abgeschoben, überstellte die Gestapo sie ins Konzentrationslager. Sowohl im sibirischen Lagerwinter als auch in der Werkstätten des KZ Ravensbrück waren es nicht zuletzt die Gedichte und Erzählungen Puschkins, die den Häftlingen Trost gaben. Erschüttert von Buber-Neumanns Erlebnissen in Rußland, plante ihre Ravensbrücker Mitgefangene Milena Jesenská, Freundin und Übersetzerin Kafkas, käme sie wieder in Freiheit, mit ihr zusammen ein Buch über die Lager beider Diktaturen zu schreiben. Milena Jesenská starb im Mai 1944. Margarete Buber-Neumann veröffentlichte 1963 den ergreifenden biographischen Bericht »Kafkas Freundin Milena«.