Manès Sperber 7

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Film: »Arthur Koestler: Ich war ein schlechter Kommunist«

Film: »Arthur Koestler: Ich war ein schlechter Kommunist« (BRD 1964; 50 min)

Zur Person: »Arthur Koestler im Gespräch mit Günter Gaus« vom 27.5.1964.

Arthur Koestler, 1905 in Budapest geboren, wuchs in Österreich, Ungarn und Deutschland auf; seit seinem 17. Lebensjahr schrieb er deutsch. Ohne sein Studium in Wien zu beenden, ging er 1926 in einen Kibbuz nach Palästina und wurde dann Auslandskorrespondent für Ullstein im Nahen Osten und Paris. 1930 kehrte er als wissenschaftlicher Redakteur nach Berlin zurück, nahm im Sommer 1931 als einziger Reporter am Nordpolflug des Luftschiffes »Graf Zeppelin« teil und wurde am 31.12.1931 Mitglied der KPD. Nachdem Koestler im Spanischen Bürgerkrieg schon zum Tode verurteilt worden war, dann aber ausgetauscht wurde, trat er 1938 unter dem Eindruck der Moskauer Schauprozesse und der stalinistischen Machenschaften im Spanienkrieg aus der KPD aus und gründete mit Willi Münzenberg in Paris die antistalinistische Zeitschrift »Die Zukunft«. Seit 1940 lebte Koestler in England und schrieb fortan auf englisch – auch seine Briefe an Sperber, während Sperber mit ihm auf deutsch korrespondierte. Von Koestlers zahlreichen Veröffentlichungen zählt sein 1939/40 auf deutsch geschriebener, aber zuerst 1940 in englischer Übersetzung erschienener Roman »Darkness of Noon« (»Sonnenfinsternis«, 1946), mit dem er die stalinistisch-totalitären Praktiken aufdeckte, zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Werken der Renegaten-Literatur. Im März 1983 schied Koestler, der an Leukämie litt, zusammen mit seiner dritten Ehefrau freiwillig aus dem Leben.

Die Ausstellung und das begleitende Veranstaltungsprogramm werden durch die Jüdischen Kulturtage gefördert; der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Österreichischen Kulturforum Berlin danken wir für die freundliche Unterstützung.