Lothar Müller: Weiße Magie. Die Epoche des Papiers
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Mit Thomas Lehr und Lothar Müller
Während die hellen und dunklen Zukunftsbilder der digitalen Vernetzung sich überlagern, scheint über unsere mediale Herkunftswelt Einigkeit zu bestehen: Wir nennen sie das »Gutenberg-Zeitalter«. Lothar Müller erzählt die Geschichte anders. In seinem Buch »Weiße Magie. Die Epoche des Papiers« (Carl Hanser Verlag) ist das Papier nicht passives Objekt, dem die schwarzen Lettern aufgeprägt werden, sondern selber ein starkes Medium, älter als die Druckerpresse und nicht nur mit ihr im Bunde, wenn es in Ökonomie und Bürokratie, privatem Briefverkehr, in den Gelehrtenstuben und Zeitungshäusern zum unentbehrlichen Grundstoff der modernen Zivilisation wird, zum universellen Vernetzungsmedium der analogen Welt. Als Chronistin des Papiers befragt der Autor die neuzeitliche Literatur: von Rabelais über Cervantes bis zu James Joyce, von Daniel Defoe über Honoré de Balzac bis hin zu William Gaddis und Rainald Goetz. In Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller Thomas Lehr stellt Lothar Müller dieses Buch vor.