Literatur und Wasserkraft

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Mit Frank Westermann und Karl Schlögel

Mit Frank Westermann und Karl Schlögel

»Mehr noch als die eigenwilligen und unantastbaren Schriftsteller wie Michail Bulgakow, Daniil Charms, Anna Achmatowa und Josef Brodsky interessierten mich die Mitläufer in all ihren Schattierungen. Ich war neugierig auf die Bekehrten, die Abtrünnigen und Zweifler«, schreibt Frank Westermann in seinem Buch »Ingenieure der Seele. Schriftsteller unter Stalin – Eine Erkundungsreise« (Ch. Links Verlag). Frank Westermann, geboren 1964, hat mehrere Jahre als Korrespondent einer niederländischen Tageszeitung in Moskau gearbeitet; in seinem Buch »Ingenieure der Seele« beschäftigt er sich mit den in der Stalin-Ära entstandenen Bewässerungsprojekten und analysiert die literarische Begleitung und Verarbeitung dieser imperialen Eingriffe durch die gleichgeschaltete sowjetische Schriftstellerszene.
Frank Westermann liest aus »Ingenieure der Seele«. Karl Schlögel – »Die Mitte liegt Ostwärts« (2001), »Petersburg« (2002), »Im Raume lesen wir die Zeit« (2003) – befragt den Autor.