Literarische Führung im und um das Literaturhaus Berlin

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Mit Sebastian Januszewski

Mit Sebastian Januszewski

Die Alexander von Humboldt-Stiftung, die ausländische Studierende förderte, bezog die Räume der Fasanenstraße 23 Mitte 1927. Die Villa wurde schnell zu einem beliebten Treffpunkt für Studenten aus verschiedenen Nationen. Nicht nur das günstige Mensa-Angebot, der Lese-Raum mit internationalen Zeitungen und die Tischtennis-Abende, die donnerstags stattfanden, begründeten die Anziehungskraft des Hauses; auch die Möglichkeit, Veranstaltungen zu organisieren, wurde rege wahrgenommen. Zahlreich sind die Vorträge und Lesungen, die zum Beispiel die russischen Studenten im Haus gestalteten. So lasen etwa am 17. Juli 1927 die Serapionsbrüder N. Nikitin und K. Fedin aus ihren Werken. Die Stiftung bezog Mitte 1930 ein eigenes Haus im Tiergarten. Der Name »Humboldt-Villa« blieb aber noch lange im Gedächtnis der Besucher.

Die Führung blickt zunächst in die ereignis- und abwechslungsreiche Geschichte des Hauses Fasanenstraße 23 bis zur Gründung des Literaturhauses im Jahre 1986. Der anschließende literarische Spaziergang bis zum Kurfürstendamm widmet sich Schriftstellern und Künstlern, die in unmittelbarer Umgebung wohnten und wirkten (u. a. Essad Bey, Heinrich Mann, Rudolf Nelson, Irmgard Keun, Robert Musil, Max Herrmann-Neiße).