Leben oder Schreiben. Der Erzähler Warlam Schalamow 27
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Жить или писать. Рассказы Варлама Шаламова
Ausstellung des Literaturhauses Berlin in Zusammenarbeit mit dem Kunstzentrum VZAP in Vitebsk
14. 6. – 14. 7. 2016
VZAP Kunstzentrum in Vitebsk, ul. Oktjabrskaja 2, BY – 210002 Vitebsk
Кураторы / Kuratoren:
Кристина Линкс, Вильфрид Ф. Шеллер (Christina Links, Wilfried F. Schoeller)
Дизайн выставки / Gestaltung: unodue{ münchen
Перевод / Übersetzung: Марк Гринберг
Сотрудничество / Mitarbeit: Сергей Соловьев
Es handelt sich hier um die weltweit erste große Ausstellung über Warlam Schalamow (1907-1982). Regionale russische Museen, die Menschenrechtsorganisation «Memorial», literarische Institute in Rußland und die Nachlaßverwaltung Schalamows (RGALI) haben für dieses Projekt einer deutsch-russischen Kooperation zusammengearbeitet.
Schalamow hat fast zwanzig Jahre lang in Gefängnissen und im GULAG verbracht. In autobiographischen Schriften, Gedichten und in seinen unerbittlich lakonischen «Erzählungen aus Kolyma» hat er die Torturen im GULAG, das System der Vernichtung durch Arbeit, die Ausweglosigkeit der gefangenen Existenz und ihre Entmenschung unter den Bedingungen der Angst und des Hungers dargestellt.
Warlam Schalamow gehört in die nächste Nachbarschaft von Primo Levi, Jorge Semprún und Imre Kertész, deren Berichte aus den Konzentrationslagern Buchenwald und Auschwitz zu den Menschheitszeugnissen über den Terror gehören.
Mit beeindruckenden Dokumenten, Fotos und mit künstlerischen Arbeiten vergegenwärtigt die Russisch kommentierte Ausstellung auf 35 großen Plakaten Leben und Werk Schalamows und verweist dabei auch auf andere Schriftsteller wie Mandelstam, Pasternak, Solschenizyn. Eine Filmdokumentation ergänzt die Präsentation.
Nach ihren ersten Stationen 2015 in Belarus in Minsk in der Galerie Cech und in der Geschichtswerkstatt Minsk sowie 2016 in Brest wird die Ausstellung nun im Kunstzentrum VZAP präsentiert.
Eröffnung: 14. Juni 2016
Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes:
Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft
in den Ländern der Östlichen Partnerschaft, 2016